Liebe Schwestern und Brüder,
„Fürchtet euch nicht“ steht seit vielen Jahren am Kirchturm unserer Pfarrkirche St. Stephan.
Aus technischen Gründen leuchtet der Schriftzug der Lichtinstallation der Dreieicher Künstlerin Margarete Habernoll schon seit längerem leider nicht mehr.
Das ändert aber nichts an seiner Botschaft.
„Fürchtet euch nicht“ ist einer der häufigsten Sätze der Bibel, denn das Wort Gottes kennt die Nöte der Menschen.
In einer unübersichtlichen Situation, bei Bedrohungen oder wenn wir eine Situation nicht kennen, nicht einschätzen können, bekommen wir Angst, fürchten wir uns.
Das ist „normal“. Das ist menschlich. Das ist sogar in unserer evolutionären Ausstattung so „programmiert“.
Jetzt ist so eine Situation.
„Fürchtet euch nicht“ möchte uns das Wort Gottes, die Botschaft der Bibel, jetzt in dieser Situation zurufen.
Wie vielen biblischen Personen in schwierigen oder unübersichtlichen Situationen gilt uns diese Zusage Gottes, diese biblische Grundaussage: Fürchtet euch nicht.
Das will nichts verharmlosen und heißt auch nicht, dass schon alles „glatt gehen wird“. Die Bibel ist nicht naiv.
Aber das heißt, dass uns in allem und trotz allem die Zusage Gottes gilt: „Ich bin bei dir. Ich gehe mit dir. Deshalb: „Fürchte dich nicht“.
Manchmal droht die Angst vor etwas fast größer und schlimmer zu werden als die Bedrohung selbst.
Es reicht, wenn wir mit einer Gefahr verantwortungsvoll umgehen. Aber sie soll uns nicht rund um die Uhr Angst machen.
Die aktuellen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus sind Vorsichtsmaßnahmen, die gerade eine Zuspitzung der Situation verhindern oder zumindest abbremsen sollen.
Sicher ist es wichtig, wenn wir daran mitwirken und physisch „Abstand“ von einander halten, um das Risiko einer Weitergabe des Virus zu minimieren.
Doch können wir gerade in dieser Zeit durch das Gebet und die christliche Gemeinschaft miteinander verbunden sein, einander stärken, füreinander beten, auch wenn wir uns nicht an einem Ort treffen können.
Hierfür möchten wir Ihnen einige Ideen nahelegen, die aus den aktuellen Aushängen ersichtlich werden.
„Fürchtet euch nicht“ sagt uns Gott durch sein Wort zu.
Wir wissen nicht wir sich die Dinge entwickeln. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott mit uns durch diese Zeit geht.
So wünschen wir Ihnen eine stabile Gesundheit, Geduld, Zuversicht, Gottes Segen und Stärkung und alles Gute!
Herzliche Grüße,
Pfarrer Erik Wehner