Liebe Schwetsern und Brüder,

 

"Gottesdienste wieder erlaubt", so war in den letzten Tagen in Schlagzeilen, Videotext etc. zu lesen.

Eine erfreuliche Nachricht, zu der ein großes „Aber“ gehört.

Nach Gesprächen zwischen den Kirchenleitungen und den Landesregierungen sowie der Bundesregierung wurde die Feier öffentlicher Gottesdienste unter Auflagen und mit begrenzter Teilnehmerzahl zugelassen.

Die Kirchenleitungen hatten hierzu entsprechende Maßnahmenkonzepte vorgelegt.

Hierbei sind z.B. folgende Regeln einzuhalten:

-       Gottesdienstbesucher/innen müssen sich für den Sonntagsgottesdienst (ebenso für Samstag Abend) vorher

        telefonisch oder per e-mail im Pfarrbüro anmelden.

        Die Teilnehmerlisten werden drei Wochen aufbewahrt, um evtl. Infektionsketten nachvollziehen zu können.

-       Ordnerdienste stellen die Einhaltung der notwendigem Auflagen sicher und geben hierzu Hilfestellung.

-       Pro Gottesdienst können maximal 50 Personen teilnehmen (inklusive der liturgischen Dienste).

-       Vor und in der Kirche sind mindestens 1,50 m Sicherheitsabstand zwischen Personen einzuhalten.

-       Das Betreten und Verlassen der Kirche sowie der Kommuniongang werden durch eine Art „Einbahnverkehr“

        geregelt.

-       Menschen, die krankheits- oder altersbedingt zu einer Risikogruppe gehören, wird empfohlen,

        nicht am Gottesdienst teilzunehmen.

        (Deshalb gilt weiterhin die Dispens vom Sonntagsgebot).

-       Verschiedene Hygieneregeln (Händedesinfektion etc.) sind zu beachten.

-       Zur Infektionsvorbeugung wird auf Gemeindegesang verzichtet.

-       Die Kommunionspendung ist nur mit besonderen Regeln möglich.

 

Obwohl das Feiern öffentlicher Gottesdienste nur unter zahlreichen Auflagen möglich ist und wir daher nur eine Art „Notgottesdienst“ feiern dürfen, stellt dies doch einen großen Fortschritt gegenüber dem bisherigen Gottesdienstverbot dar.

Vom Bistum Mainz haben wir Anordnungen zur Feier der Liturgie in Zeiten der Corona-Krise (mit 39 Unterpunkten) bekommen.

Wie viele Gemeinden in der Nachbarschaft, überlegen wir derzeit, ob und wie unter den gegebenen Richtlinien wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden können.

In St. Stephan haben wir die Chance, die Auflagen gut umzusetzen, da der weitläufige Raum und die breiten Gänge sowie zwei Eingänge die Voraussetzungen bieten, damit die Anwesenden einen sicheren Abstand einhalten können und trotzdem die vom Bistum ausgesprochene Maximalzahl von 50 Personen pro Gottesdienst ausgeschöpft werden kann.

Sofern wir die nötigen Rahmenbedingungen sicherstellen können (z.B. eine ausreichende Anzahl von Ordnern, die nicht einer Risikogruppe angehören), hoffen wir, ab kommenden Sonntag (9./10. Mai 2020) wieder öffentliche Gottesdienste anbieten zu können:

In St. Stephan:

Samstag,      18.00 Uhr      Sonntagvorabendmesse

Sonntag,       10.30 Uhr      Eucharistiefeier

sowie

die Werktagsgottesdienste in noch zu klärendem Umfang.

Für die Werktagsgottesdienste wird voraussichtlich keine vorherige Anmeldung nötig sein, aber die Eintragung in eine Teilnehmerliste, um evtl. Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Sicher wird es für alle Beteiligten ungewohnt sein und einige Zugeständnisse verlangen, die vielen Regeln umzusetzen und einzuhalten, trotzdem würden wir uns sehr freuen, bald wieder gemeinschaftliche Gottesdienste feiern zu können, auch, um das, was uns gerade in dieser Corona-Situation beschäftigt, vor Gott bringen und miteinander teilen zu können.

Wir werden Sie im Laufe der Woche über den Stand der Planungen informieren.

Bleiben Sie gesund, behütet und gesegnet!

 

Herzliche Grüße

Pfarrei St. Laurentius Dreieich

Erik Wehner, Pfr.