Aktuelles
Bericht aus der Pastoralraumkonferenz vom 29.04.2026
Nach einem geistlichen Impuls standen zunächst organisatorische Fragen zur Besetzung des Amtes des Vermögensverwalters im Mittelpunkt. Die Wahl hierzu soll in einer der kommenden Sitzungen stattfinden.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Vorbereitung der ersten Pfarreiratswahl (13./14.03.2027) nach der Gründung der neuen Pfarrei. Die Konferenz wurde über die Aufgaben des Wahlausschusses und die notwendigen organisatorischen Schritte informiert. Die Pfarreien und Gruppen wurden gebeten, geeignete Personen für die Mitarbeit im Wahlausschuss oder zur Unterstützung am Wahlwochenende vorzuschlagen. Außerdem wurde über mögliche Formen der Wahl, insbesondere eine allgemeine Briefwahl, gesprochen. Entscheidungen hierzu sollen in den kommenden Monaten getroffen werden.
Intensiv wurde zudem über das geplante Gründungsfest der neuen Pfarrei am 18. April 2027 beraten. Vorgesehen ist ein gemeinsamer Festgottesdienst mit anschließendem Festprogramm. Für den Gottesdienst und das anschließende Fest wurden Ideen gesammelt; auch organisatorische Fragen zu Raum, Bewirtung und möglichen Ausweichlösungen bei schlechtem Wetter wurden angesprochen. Zur weiteren Planung bildete sich ein Festausschuss, es wurde gebeten auf die Mitwirkung in diesem Ausschuss hinzuweisen.
Darüber hinaus wurde über die zukünftige Arbeit des Leitungsteams informiert. Ausführliche Informationen liegen in den Pfarreien aus.
Abschließend wurden aktuelle Termine und Hinweise aus dem Pastoralraum weitergegeben.
Pfarrer Martin Berker
Plakat: Katrin Rose, Fotos: Ingo Claus Peter
Herzlichen Grüße
Freitag, 19.00 Uhr in St. Josef und am 1 Freitag im Monat in St. Nikolaus
Samstag, 18.00 Uhr in St. Johannes
Kirche ist auf dem Weg
Gottesdienst mit Bischof Peter Kohlgraf zur Profanierung der Kirche St. Laurentius
Am 17. November 1935 wurde die Kirche St. Laurentius in Sprendlingen von Bischof Albert Stohr konsekriert. Am 2. September 2025 erfolgte nun die Profanierung in einem feierlichen Gottesdienst mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf.
Rund 200 Gottesdienstbesucher waren in den festlich geschmückten Kirchenraum gekommen, um Abschied von dem Gebäude zu nehmen.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Eltermann eröffnete Bischof Kohlgraf den Gottesdienst.
Er erinnerte daran, dass ein Kirchenraum mehr sei als eine Versammlungsstätte. In der Kirche St. Laurentius seien Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten gefeiert worden, es wurde gemeinsam gebetet, Verstorbener gedacht und Gott in den Mittelpunkt gestellt. So wolle er mit der Gemeinde in diesem Gottesdienst würdigen, was in dieser Kirche an Gutem und Segensreichem geschehen sei, aber auch den Glauben an die Gegenwart Gottes gemeinsam begehen. Denn Gott bleibe in der Mitte, auch von Sprendlingen.
In seiner Predigt ging Bischof Kohlgraf auf die Worte der Lesung aus dem Buch Kohelet 3, 1-8 ein, die Gemeindemitglieder für diesen Gottesdienst ausgesucht hatten.
Für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit, so heißt es darin.
Für Bischof Kohlgraf ist es ein Text mit menschlicher Weisheit, der die Lebenserfahrung vieler Menschen beinhalte, die Höhen und Tiefen erlebten. So habe auch alles zu seiner Zeit seine eigene Schönheit und seinen eigenen Sinn, der für uns Menschen nicht immer direkt erkennbar sei. Wir seien in eine Zeit hineingestellt, die Gott uns gegeben habe. Dies bedeute auch für die Kirche und diejenigen, die in ihr Verantwortung tragen, dass sie sich einer neuen Realität stellen und Entscheidungen treffen müssten.
Die Profanierung der Kirche St. Laurentius sei ein schmerzlicher Einschnitt und doch werde hier künftig keine Bauruine stehen, sondern das Gebäude weiterhin ein kirchlicher Ort sein, ein Ort der Begegnung von Kindern und älteren Menschen.
Bischof Kohlgraf betonte, die Kirche und ihre Mitglieder seien ein starker Teil der Gesellschaft und sollten sich das, was sie tun, nicht kleinreden lassen.
Er nehme wahr, wie viele in der Pfarrei sich für den Glauben und die Gemeinschaft einsetzten und lud die Gemeinde ein, den Blick nach vorne zu richten und die Zukunft im Pastoralraum Dreieich-Isenburg und der Pfarrei Hl. Edith Stein gemeinsam zu gestalten – unter Gottes Segen. Bischof Kohlgraf schloss seine Predigt mit den Worten: „Diese Tage las ich einen Satz: Das Stärkste, das wir haben, ist unser „Wir“. Wenn wir dieses „Wir“ leben und gestalten, haben wir eine Zukunft. Dazu wünsche ich Ihnen allen den Segen Gottes. Er gehört zu diesem „Wir“, denn unter seinem Segen dürfen wir heute gehen.
Der Leiter des Pastoralraum, Pfarrer Berker, dankte Bischof Kohlgraf für die ermutigenden Worte. Es sei schmerzlich, eine Kirche loszulassen, die über Generationen hinweg Heimat, Glaube und Gemeinschaft geprägt habe. Dass Bischof Kohlgraf die Menschen der Gemeinde St. Laurentius und des Pastoralraums Dreieich-Isenburg in diesem Gottesdienst begleitet habe, sei tröstlich.
Als Zeichen des Dankes überreichte er dem Bischof ein Präsent mit regionalen Spezialitäten.
In den folgenden Gebeten, vorgetragen von den Zelebranten, Gemeindereferentin Mohr und Gemeindemitgliedern wurde nochmals Dank ausgedrückt: Für den Kirchenraum, der religiöse Heimat war und die damit verbundenen guten Erinnerungen, aber auch für die Menschen im Pastoralraum, die nun über ursprüngliche Grenzen hinaus eine Pfarrei bilden.
Gedacht wurde auch aller, die sich für die Entstehung und Erhaltung des Kirchengebäudes eingesetzt und der Pfarrer und Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in der Kirche St. Laurentius gewirkt haben. Abschließend bat Pfarrer Berker um Gottes Begleitung auf dem Weg zur neuen Pfarrei Hl. Edith Stein.
Danach sprach Bischof Kohlgraf die Worte zur Profanierung. Anschließend wurden Lektionar und das Allerheiligste von Gemeindemitgliedern in Stille aus der Kirche getragen und in die Kirche St. Stephan gebracht. Dies symbolisiert den Auszug des „Heiligen“ aus der Kirche. Durch die Profanierung ist das Gebäude der „profanen“ Welt gegeben.
Pfarrer Eltermann löschte das Ewige Licht. Gemeindereferentin Mohr und die Messdiener räumten den Altar ab, um zu verdeutlichen, dass nun kein Gottesdienst mehr in diesem Gebäude gefeiert wird.
Mit dem Schlusssegen und dem Lied „Wo Menschen sich vergessen, da berühren sich Himmel und Erde “ ging der festliche Gottesdienst zu Ende.
Im Anschluss fand ein Umtrunk unter den Platanen rund um die Kirche statt und viele Besucher und Besucherinnen nahmen die Gelegenheit zur Begegnung wahr. Gekommen waren regelmäßige Gottesdienstbesucher, aber auch Menschen, die der Gemeinde in den letzten Jahren weniger nah standen, die aber eine persönliche Beziehung zum Kirchengebäude hatte und denen es wichtig war, von ihrer Kirche Abschied zu nehmen. Die Verbundenheit innerhalb des Pastoralraums zeigte sich durch die Teilnahme von Mitgliedern der anderen Gemeinden.
In den Gesprächen war Dankbarkeit zu spüren für den würdigen, aber auch berührenden Gottesdienst zur Profanierung.
Bei den Erinnerungen, die ausgetauscht wurden, schwang Wehmut mit, aber auch das Verständnis, dass die Zeiten sich verändert haben und Entscheidungen nötig geworden sind - und gleichzeitig das Vertrauen und die Gewissheit, auch künftig an anderer Stelle im Pastoralraum gemeinsam Eucharistie feiern zu können.
Text: Andrea Reinicke
Lesung aus dem Buch Kohelet 3, 1-8

Hl. Edith Stein
Norbert HOLICK
Wolfgang KAISER
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Vielen Dank für Ihr Verständnis.
auspeitschen. Der Heilige wurde aufgefordert, den Kirchenschatz herauszugeben. Drei Tage hatte er
dafür Zeit bekommen.
Daraufhin verteilte Laurentius das Kirchenvermögen an die Mitglieder der Gemeinde, an die Armen
und Kranken. Er hatte dem Kaiser versprochen, ihm den Schatz der Kirche zu zeigen. So versammelte
er die Armen, die Kranken, die Verkrüppelten, die Blinden und die Witwen und präsentierte diese
Menschen dem Kaiser mit den Worten: „Das ist der wahre Schatz der Kirche!“ Daraufhin wurde er
auf einem glühenden Eisenrost hingerichtet.
Für den Pastoralen Weg können wir von dem Heiligen lernen, freigiebig zu werden, zu teilen, sich zu
verschenken und nicht hartherzig am Eigenen zu hängen. Wir können lernen, dass auch heute unser
Schatz nicht materielle Güter sind, wie sie auch immer aussehen mögen, sondern Menschen; und
dass wir bei all unseren strukturellen Überlegungen die Armen und Kranken, die Betrübten und
Hilfsbedürftigen nicht aus den Augen verlieren.
Laurentius - der Heilige für Sprendlingen
An deren Stelle steht immer noch eine Kirche, die heutige evangelische Erasmus Alberus Kirche.
Auch wenn der Name Laurentius mit der Reformation verschwand, wurde und wird die Sprendlinger
Kerb immer um den Gedenktag des Laurentius gefeiert. Und mittlerweile steht wieder eine
Laurentiusstatue in der Erasmus Alberus Kirche.
zu weihen und später die neue fusioniert Gemeinde „Laurentius“ zu nennen.
Der heilige Stephanus
die Kirche in Dreieich benannt ist, er ist uns allen wohl bekannt. Seine Gebeine wurden der
Überlieferung nach im Jahr 560 in der Krypta der Kirche „Sankt Laurentius vor den Mauern“ in Rom
bestattet, also dort, wo auch der Heilige Laurentius beigesetzt wurde. Beide waren Diakone, beide
waren Märtyrer- eine Kirche in der beide Heilige verehrt werden. Die Christen hatten also kein
Problem, zwei unterschiedliche Menschen in ein und derselben Kirche zu verehren.
wo können Mauern übersprungen werden.
